Hooligans
Handlung:
Als Matt von Harvard geflogen ist besucht er seine Schwester Shannon die in London wohnt. Dort lernt er auch ihren Mann und dessen Bruder Pete kennen. Pete nimmt Matt mit zu einem Fußballspiel und dabei lernt Matt die "Firma" des Fußballclubs West Ham United kennen. Nach dem Spiel gerät Matt in seine erste Schlägerei und er findet gefallen daran. Es dauert nicht lange und Matt geht regelmäßig zum Fußball und zur dritten Halbzeit. Doch als seine Kollegen herausfinden das er in Harvard Journalistik studiert hat wird die Situation brenzlig, denn die Presse ist bei den Hooligans mindestens genauso unbeliebt wie die Polizei. Es kommt zur alles entscheidenden Schlacht zwischen den Fans zweier lokalen Fußballmannschaften...
Kritik:
Hooligans ist ein Aktiondrama welches sich den gewaltbereiten Fußballfans widmet. Vorweg kann ich gleich sagen, dass der Film auch mir als "Nicht-Fußballfan" gefallen hat. Die Story glänzt zwar nicht vor Innovation, doch weiß sie zu unterhalten und es wird nie langweilig. Es ist interessant zu beobachten wie Matt nach und nach in die Szene hinein rutscht und gefallen an den blutigen Prügeleien findet. Wenn man das so ließt möchte man am liebsten Hooligans gleich mit Fight Club vergleichen, doch die beiden Filme haben bis auf den Vorlieben für Prügeleien nichts gemeinsam. Nun zu den Schlägereien: Diese wurden sehr realistisch, authentisch und hart gedreht. Man sieht jede Menge Blut spritzen und es wird auch auf Wehrlose noch einmal eingetreten oder geschlagen. Besonders in der Endschlacht drehen die Kontrahenten nochmals so richtig auf und prügeln was das Zeug hält. Die Freigabe ab 16 Jahren hat somit durchaus ihre Berechtigung. Wichtig ist es allerdings immer was für eine Botschaft so ein Film vermitteln möchte. Zeigt er nur die Schlägereien zur Gewaltverherrlichung, oder bringt er eine moralische Botschaft rüber. Hooligans gehört eher zu der zweiten Sorte Film, denn es gibt im Film genügend Szenen die deutlich machen das aus den Schlägereien nichts Gutes werden kann, sondern nur wieder neues Leid entsteht.
Kommen wir nun zu den Schauspielern: Als ich hörte das "Frodo" die Hauptrolle im Film spielt war ich anfangs mehr als skeptisch, denn seien wir mal ehrlich, er wirkt nicht gerade wie ein gewaltbereiter Schläger. Doch ich wurde zum Glück positiv überrascht. Elijah Wood (Der Herr der Ringe 1-3, Sin City, Deep Impact, Faculty) spielt seine Rolle recht überzeugend und souverän. Am besten haben mir jedoch die vielen mir unbekannten Nebendarsteller gefallen. Besonders Charlie Hunnam (Unterwegs nach Cold Mountain, Abandoned) legt eine überzeugende Vorstellung vom gewalttätigen Schläger hin.
Fazit:
Nicht nur für Fußballfans ein guter Film den man sich auf jeden Fall mal anschauen sollte!
Großbritannien / USA 2004
Laufzeit: ca. 106min
Regie: Lexi Alexander
Darsteller: Elijah Wood, Charlie Hunnam, Claire Forlani, Marc Warren, Leo Gregory
FSK: 16
DVD Version: Ascot Elite / McOne haben den Film ungeschnitten auf DVD veröffentlicht. Die Bild- und Tonqualität ist in Ordnung und ein paar kleine Extras gibt es auch.
| Aktion | Spannung | Humor | Gewalt/Blut | Innovation | Gesamt |
| 8/10 | 7/10 | 3/10 | 6.5/10 | 5/10 | 8/10 |