Shootfighter

Handlung:
Die beiden Jugendfreunde Nick (Michael Bernardo) und Ruben (William Zabka) sind beide Schüler des Großmeisters Shingo (Bolo Yeung siehe Bloodsport). Weil Ruben erhebliche Geldsorgen hat, nehmen beide an sogenannten Shootfighttunieren teil, die von Mr. Lee (Martin Kove) organisiert werden. Nick merkt allerdings schnell, dass es bei diesen brutalen Kämpfen nur um Geld und die Unterhaltung des Publikums geht. So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass es in den Endkämpfen um Leben und Tod geht. Doch Ruben hat an den Kämpfen gefallen gefunden und will in die Endrunde. In Wirklichkeit ist Mr. Lee aber nur an Shingo interessiert, weil er mit ihm noch eine Rechnung offen hat. Sein Plan funktioniert und es kommt zum Kampf zwischen Lee und Shingo.
Kritik:
Shootfighter ist einer dieser typischen Kampfsportfilme, bei denen die Story schon mal für den Ar... ist. Diese ganzen Handlungsstränge, in denen man versucht auf die inneren Konflikte der Hauptdarsteller einzugehen hätten man sich auch sparen können, da sie eher billig rüberkommen. Doch zwei Dinge heben diesen Film etwas von der Masse ab. Zum einen Bolo Yeung und zum anderen die in den Kämpfen gezeigte Gewalt. Leider hat Bolo Yeung eher eine kleinere Rolle. Nur am Anfang und am Ende sieht man ihn dann kämpfen. Statt dessen spielen diese zwei "möchtegern" Kämpfer Michael Bernardo und William Zabka die Hauptrollen. Meiner Ansicht nach ein großer Fehler, denn erstens können diese beiden nicht wirklich gut schauspielern und zweitens haben sie auch in Sachen Material Arts nicht so viel drauf. Hätte man Bolo Yeung eine größere Rolle und mehr Kämpfe zugetan hätte aus dem Film noch richtig was werden können. Nun zu den Kämpfen: Am Anfang sind die Kämpfe noch nicht so toll, wenn man mal von der Einleitung absieht. Sie sind einfach nicht so spektakulär und innovativ. Doch zum Ende des Films ändert sich das ein wenig, denn nun können die Kontrahenten Waffen benutzen. Bei diesen Kämpfen mit den Waffen geht es dann auch schon härter zur Sache. Man sieht z.B. diverse Schnittwunden, herausgerissene Herzen, Genickbrüche und zerfetzte Hälse. Diese Details machen Shootfighter eindeutig zu einem Kampfsportfilm der härteren Sorte.
Fazit:
Für Fans von harten Kampfsportfilmen auf jeden Fall ein Blick wert. Für alle anderen nur sehr bedingt empfehlbar.
USA 1992
Laufzeit: ca. 92min
Regie: Patrick Allen
Darsteller: Bolo Yeung, Martin Kove, Michael Bernardo, William Zabka
FSK: keine Vermietung oder Verkauf an Kinder und Jugendliche
DVD Version: Die DVD von CineClub ist ungeschnitten und hat eine ganz gute Qualität, wenn man mal von dem Bildformat 4:3 absieht. Als Extras gibt es Film- und Biografien, eine Trailershow und ein Booklet in dem man einiges über Bolo Yeung lesen kann.
| Aktion | Spannung | Humor | Gewalt/Blut | Innovation | Gesamt |
| 8/10 | 6/10 | 2/10 | 8/10 | 2/10 | 6.5/10 |