Bloodrayne
Handlung:
Rayne (Kristanna Loken) lebt im 18. Jahrhundert und ist halb Mensch und halb Vampir. Sie will sich an ihrem Vater Kagan (Ben Kingsley) rächen, der ihre Mutter vergewaltigt und ermordet hat. Doch bis es soweit ist kommt sie erst einmal in einem Zirkus unter, wo ihre Tarnung aber bald auffliegt, als sie einen Menschen angreift und sein Blut trinkt. Sie muss flüchten, doch erhält sie Unterstützung von den beiden Vampirjägern Sebastian (Matthew Davis) und Vladimir (Michael Madsen). Gemeinsam wollen sie gegen Kagan vorgehen...
Kritik:
Bloodrayne ist nun der neunte Film vom umstrittenen Regisseur Uwe Boll (House of the Dead, Alone in the Dark, Amoklauf). Er weißt einige Stärken und Schwächen auf, aber unterm Strich bleibt ein unterhaltsamer Film. Man sollte nur seine Ansprüche nicht zu hoch stellen. Immerhin ist Bloodrayne eine Direct to DVD Produktion. Was mir am Anfang gleich störend auffiel, war die nicht vorhandene Geschichte. Man wird einfach in die Handlung "geworfen" und erfährt nicht viel über die Hintergründe. Mit der Geschichte hätte man sich auf jeden Fall mehr Mühe geben können.
Ansonsten wirkt der Film nicht schlecht, die Kamerafahrten sind in Ordnung und die Optik stimmt auch. Was man noch verbessern könnte währe die Choreografie der Kämpfe. Diese wirken nicht sehr professionell. Dafür stimmt aber der Blutgehalt. Der rote Lebenssaft spritzt und fließt in Strömen. Man sieht zerteilte Menschen/Vampire und sonstige Splattereffekte. Kein Wunder, denn für die Effekte war kein anderer als Olaf Ittenbach (Premutos, Garden of Love, Chain Reaction) verantwortlich. Die Freigabe ab 18 Jahren ist auf jeden Fall nachvollziehbar.
Die Schauspieler in Bloodrayne können sich sehen lassen. In der Hauptrolle überzeugt Christanna Loken (Terminator 3, Die Nibelungen, Air Panic) als Vampir. In den Nebenrollen hätten wir noch Michael Madsen (Kill Bill 1 und 2, Species 1 und 2, Reservoir Dogs), Michelle Rodriguez (Resident Evil, S.W.A.T., The Fast and the Furious) und Ben Kingsley (Species, Schindlers Liste, Alice im Wunderland). Leider wirken die Dialoge zeitweise etwas zu sehr aufgesetzt und gekünstelt, was aber eindeutig am Drehbuch und nicht an den Schauspielern liegt.
Fazit:
Unterhaltsamer Film mit einer unausgereiften Handlung und einigen Schwächen. Kann man sich mal anschauen...
Deutschland / USA 2005
Laufzeit: ca. 94min
Regie: Uwe Boll
Darsteller: Christanna Loken, Michael Madsen, Michelle Rodriguez, Ben Kingsley, Matthew Davis
FSK: juristisch geprüft
DVD-Version: Splendid / Warner hat den Film direkt und ungeschnitten auf DVD veröffentlicht, ohne das er im Kino lief. Die Bild- und Tonqualität sind in Ordnung.
| Aktion | Spannung | Humor | Gewalt/Blut | Innovation | Gesamt |
| 7/10 | 4/10 | 3/10 | 8/10 | 2/10 | 6/10 |