Boogeyman
Handlung:
Seit sein Vater von dem Boogeyman verschleppt wurde fürchtet sich Tim (Barry Watson) vor seinem Kleiderschrank und dem darin wohnendem schwarzen Mann. Das ändert sich auch nicht als Tim schon längst erwachsen ist und nicht mehr zu Hause wohnt. In seiner Wohnung hat er sämtliche Türen von Schränken abgebaut um vor dem Boogeyman sicher zu sein. Doch er will seine Angst besiegen und ein für alle mal mit dem schwarzen Mann abschließen. Darum fährt Tim auch in sein altes Haus um sich dem Boogeyman zu stellen.
Kritik:
Boogeyman ist ein Remake vom gleichnamigen Film der 1980 erschien. Das Original habe ich mal vor Jahren gesehen und als schlecht in Erinnerung behalten. Da hat mir das Remake deutlich mehr zugesagt, obwohl dies auch einige Schwächen beinhaltet. Die Handlung des Remakes orientiert sich deutlich an Filmen wie z.B. Der Fluch von Darkness Falls, nur das die Dunkelheit nun durch Kleiderschränke ersetzt wurde. Nach einer kurzen Anfangssequenz sieht und hört man eine ganze Weile lang nichts mehr vom schwarzen Mann. Vielmehr wird auf die Ängste von Hauptdarsteller Tim eingegangen, was mit der Zeit schon etwas langatmig erscheint. Zum Glück gibt es in dem Film immer mal wieder eingestreute kleinere spannende Szenen und Schockmomente die das ganze etwas auflockern. Diese werden meistens durch sehr schnelle kurze Sequenzen mit einem entsprechendem Sound hervorgerufen. Erst zum Schluss kommt der Film richtig in Fahrt und man bekommt den Boogeyman auch mal zu sehen. Leider, denn der Boogeyman sieht einfach nur wie eine schlechte Computeranimation aus und wirkt nicht gerade bedrohlich oder angsteinflößend. Zu der kleinen Negativ-Liste kommt noch ein vorhersehbares Ende von dem ich deutlich mehr erwartet hätte. Der Blutpegel ist wie erwartet sehr niedrig ausgefallen was aber nicht unbedingt negativ ist. Viel Blut und Gemetzel hätte eher von dem eigentlichen Thema der Angst an sich abgelenkt. Die Freigabe ab 16 Jahren kann ich mir nur durch die vielen kleinen Schockmomente und der mal mehr mal weniger vorhandenen Spannung erklären.
Die Schauspieler allen voran Barry Watson (Eine Himmlische Familie, Ocean's Eleven, Highway Psychos, Tötet Mrs. Tingle!) haben mir soweit ganz gut gefallen, obwohl niemand von ihnen wirklich gut schauspielert, doch für einen netten kleinen Horrorfilm reicht es aus. Und genau das ist Boogeyman ein netter kleiner Horrorfilm für zwischendurch den man sich mal anschauen kann. Nicht mehr und nicht weniger.
Fazit:
Unterhaltsamer Horrorfilm mit einem häßlichen Boogeyman den man sich mal anschauen kann.
Deutschland / Neuseeland / USA 2005
Laufzeit: ca. 85min
Regie: Stephen T. Kay
Darsteller: Barry Watson, Emily Deschanel, Skye McCole Bartusiak, Lucy Lawless, Robyn Malcolm
FSK: 16
DVD Version: Universal hat den Film ungeschnitten in einer guten Bild- und Tonqualität veröffentlicht. Auch ein paar interessante Extras haben ihren Weg auf die DVD gefunden.
| Aktion | Spannung | Humor | Gewalt/Blut | Innovation | Gesamt |
| 5/10 | 7/10 | 2/10 | 3/10 | 4/10 | 6.5/10 |