Alien vs. Predator

 

Handlung:

Ein Satellit hat in der Arktis eine Aufnahme von einer Art Pyramide 600 Meter unter dem Eis gemacht. Ein Forscherteam bricht auf, um das Bauwerk zu erkunden. Angeführt werden die Forscher und Wissenschaftler von dem Millionär Charles Weyland (Lance Henriksen siehe Scream 3, Mindripper, Alien 2, 3) dem der Satellit gehört. In der Pyramide angekommen entdecken die Forscher menschliche Überreste, sowie eine Alienbrutmaschiene. Die Forscher wurden in etwas hineingezogen, was sie gar nichts angeht. Denn der Predator lässt nicht lange auf sich warten und die Jagt kann beginnen...

 

Kritik:

Nachdem es nun schon zwei Videospiele mit dem Titel Alien vs. Predator gibt, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch ein Film gedreht wird. Allerdings wurden die Marines aus dem Spiel nun gegen Forscher, Wissenschaftler und Söldner ausgetauscht. Nach den sehr guten Alienfilmen und den guten Predatorfilmen bin ich auch mit sehr hohen Erwartungen an Alien vs. Predator heran gegangen und wurde schon etwas enttäuscht. Dabei konnte der Regisseur bisher mit ganz guten Filmen wie z.B. Event Horizon oder Mortal Combat überzeugen. Vielleicht lag es aber auch am Drehbuch, dass dieser Film nicht mehr wirklich zu retten war. Versteht mich nicht falsch, Alien vs. Predator ist ein aktionreicher Film der nach dem ersten Drittel nicht mehr langweilig wird und somit gut unterhält. Die Kämpfe zwischen den Aliens und dem Predator sind soweit ganz gut gelungen, nur sind sie sehr kurz ausgefallen. Die Aliens und Predators sehen auch sehr gut aus. Allerdings hätte man einiges besser oder anders machen können. Spolierwarnung! Fangen wir mal mit den Darstellern an, von denen mir nur Lance Henriksen bekannt ist. Leider hat er eine eher kleinere Rolle in diesem Film. Statt dessen haben andere mir unbekannte Schauspieler die großen Rollen bekommen wie z.B. Sanaa Lathan die mir überhaupt nicht zugesagt hat. Aber auch an der Story hätte man noch einiges ändern können. Es ist völlig schwachsinnig, dass sich am Ende die letzte Überlebende des Teams mit dem Predator verbündet und mit ihm zusammen gegen die Aliens kämpft. Da hätte man sich echt was besseres einfallen lassen können. Auch das Ende ist relativ vorhersehbar, auf das ich jetzt aber nicht mehr näher eingehen möchte. Wenigstens lässt es Platz für eine hoffentlich bessere Fortsetzung, die auch schon angekündigt wurde. Hinzu kommen noch kleinere Logikfehler, wie z.B. der fehlende Dampf vor dem Mund der Forscher, schließlich sind sie doch in der Antarktis, oder dass eine Frau einen Alienkopf als Schild locker tragen kann. Ich kenne mich zwar nicht genau mit der Anatomie der Aliens aus, aber er sieht deutlich zu schwer aus um den so über einene längeren Zeitraum zu tragen. Mein letzter großer Kritikpunkt ist die fehlende Gewaltdarstellung im Film. Ich hatte zwar kein Splatterfilm erwartet, was auch ziehmlich unpassend gewesen wäre, jedoch hätte ich mir schon ein kleines bisschen mehr erwartet, schließlich ist der Film ab 16 Jahre freigegeben und nich ab 12. Sprich, man sieht fast überhaupt nichts, nur einmal ganz ganz kurz, wie ein Mensch mit einer Klinge durchbohrt wird. Ansonsten wird entweder weggeblendet, oder die Kammer schwenkt zur Seite. Auch die Szenen wo die Aliens aus dem Bauch der Menschen brechen sind nicht gerade sehr "schön" geworden.

 

Fazit:

Alien vs. Predator ist zwar ein unterhaltsamer Film, allerdings kommt er bei weitem nicht an seine Vorgänger heran, sei es nun auf der Alienseite oder der Predatorseite. Fans werden enttäuscht sein!

 

Deutschland/Großbritannien/Kanada/Tschechische Republik 2004

Laufzeit: ca. 97min

Regie: Paul Anderson

Darsteller: Sanaa Lathan, Raoul Bova, Lance Henriksen, Ewen Bremner, Colin Salmon, Tommy Flanagan

FSK: 16

DVD Version: Es gibt verschieden DVD-Versionen. Alle sind ab 16 Jahren freigegeben und ungeschnitten. Leider ist die Tonmischung nicht sehr gelungen, da Musik und Effektgeräusche sehr laut und Gespräche sehr leise ausgefallen sind. Das Bild ist gut gelungen. Die Extras unterscheiden sich von DVD-Version zu DVD-Version.

 

Aktion Spannung Humor Gewalt/Blut Innovation Gesamt
8/10 6.5/10 3/10 4/10 5/10 6.5/10